Seniorenalltag · Gesund bleiben & bewegen

Sicher auftreten: Schuhe, Füße und Gleichgewicht

Gut sitzende Schuhe und gesunde Füße geben Halt. Kleine Veränderungen können Wege sicherer und angenehmer machen.

Inhalt

  1. Woran man einen sicheren Schuh erkennt
  2. Schuhe am Nachmittag anprobieren
  3. Hausschuhe sind nicht nebensächlich
  4. Füße regelmäßig ansehen
  5. Ein kurzer Schuh- und Gleichgewichtscheck
  6. Wenn Unsicherheit nicht nur am Schuh liegt
  7. Checkliste beim nächsten Schuhkauf
  8. Kurz merken

Unsere Füße melden dem Körper bei jedem Schritt, wie der Boden beschaffen ist und wo das Gewicht gerade liegt. Schmerzen, Taubheit oder schlecht sitzende Schuhe können diese Rückmeldung stören. Dann wird aus einer kleinen Teppichkante schneller eine Stolperfalle.

Gute Schuhe lösen nicht jedes Gleichgewichtsproblem. Sie sind aber ein wichtiger Teil der Sturzvorbeugung und lassen sich oft leichter verändern als andere Ursachen.

Woran man einen sicheren Schuh erkennt

Ein Alltagsschuh sollte die Ferse gut halten, ohne zu drücken. Die Sohle braucht Halt, sollte sich im vorderen Bereich aber noch etwas biegen lassen. Ein sehr schwerer, steifer Schuh kann das Gehen unnötig anstrengend machen.

Vorn brauchen die Zehen Platz. Sie dürfen nicht übereinander gedrückt werden oder bei jedem Schritt anstoßen. Schnürsenkel, Klettverschluss oder ein gut schließender Riemen sorgen dafür, dass der Schuh am Fuß bleibt. Reine Schlupfschuhe und offene Pantoffeln rutschen dagegen leicht.

Ein kleiner, breiter Absatz ist meist sicherer als ein hoher oder sehr schmaler. Entscheidend ist nicht die Marke, sondern der Sitz.

Schuhe am Nachmittag anprobieren

Füße können im Laufe des Tages anschwellen. Deshalb ist der Nachmittag oft ein guter Zeitpunkt für die Anprobe. Tragen Sie dabei die Strümpfe und Einlagen, die Sie später auch benutzen.

Probieren Sie immer beide Schuhe an. Viele Menschen haben unterschiedlich große Füße. Gehen Sie einige Minuten durch das Geschäft und achten Sie darauf, ob die Ferse hochrutscht, die Zehen anstoßen oder eine Naht drückt.

Bei Einlagen, starken Fußveränderungen oder Diabetes ist eine fachkundige Beratung besonders wichtig. Einlagen gehören in ausreichend tiefe Schuhe; werden sie in zu enge Schuhe gelegt, entsteht neuer Druck.

Hausschuhe sind nicht nebensächlich

Viele Stürze passieren zu Hause. Lockere Pantoffeln, glatte Socken oder ausgetretene Hausschuhe bieten wenig Halt. Ein geschlossener Hausschuh mit Fersenteil und rutschhemmender Sohle ist meist sicherer.

Auch nachts sollte der Weg zur Toilette nicht auf glatten Socken zurückgelegt werden. Stellen Sie feste Hausschuhe in Reichweite und sorgen Sie für ein Nachtlicht. Wer schnell aufstehen muss, profitiert von einem Schuh, der sich leicht schließen lässt.

Füße regelmäßig ansehen

Schmerzen verändern das Gangbild. Wer eine Stelle schont, belastet andere Bereiche stärker und kann unsicherer werden. Schauen Sie Ihre Füße regelmäßig an oder bitten Sie um Hilfe, wenn Sie die Fußsohlen nicht gut sehen können.

Achten Sie auf:

  • Rötungen und Druckstellen
  • Blasen oder kleine Wunden
  • eingerissene Haut
  • Schwellungen
  • veränderte oder eingewachsene Nägel
  • neue Taubheit oder Kribbeln

Bei Diabetes können kleine Verletzungen schlechter heilen und unbemerkt bleiben. Dann sollten Wunden und Druckstellen früh medizinisch oder podologisch beurteilt werden.

Ein kurzer Schuh- und Gleichgewichtscheck

Stellen Sie sich mit einer Hand an eine stabile Lehne. Verlagern Sie das Gewicht langsam von einem Fuß auf den anderen. Fühlt sich ein Schuh locker an? Rutscht die Ferse? Ist eine Sohle einseitig abgelaufen? Dann kann eine Reparatur oder ein Wechsel sinnvoll sein.

Prüfen Sie außerdem die Sohlen auf glatte Stellen, Risse und festgetretene Steinchen. Nasse oder schmutzige Sohlen verlieren Halt. Straßenschuhe und Hausschuhe sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden.

Wenn Unsicherheit nicht nur am Schuh liegt

Häufiges Stolpern, Schwindel, Taubheitsgefühle oder plötzlich unsicheres Gehen sollten ärztlich abgeklärt werden. Auch Sehprobleme, Blutdruck, Erkrankungen des Nervensystems und manche Medikamente können das Gleichgewicht beeinflussen.

Nach einem Sturz lohnt sich eine gemeinsame Ursachenprüfung: Schuhe, Füße, Wohnung, Sehvermögen, Medikamente und Muskelkraft. Oft kommen mehrere kleine Dinge zusammen.

Checkliste beim nächsten Schuhkauf

  • Ferse sitzt fest
  • Zehen haben Platz
  • Verschluss lässt sich sicher bedienen
  • Sohle gibt Halt und ist nicht zu schwer
  • beide Schuhe mit den üblichen Strümpfen anprobiert
  • Einlagen passen ohne Druck
  • einige Minuten Probe gegangen
  • Hausschuhe ebenfalls überprüft

Kurz merken

Ein sicherer Schuh hält den Fuß, ohne ihn einzuengen. Zusammen mit gesunden Füßen und Aufmerksamkeit im Alltag schafft er eine gute Grundlage für einen stabilen Schritt.

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