Seniorenalltag · Gesund bleiben & bewegen

Gut vorbereitet ins Krankenhaus

Eine kleine Notfalltasche und geordnete Unterlagen nehmen Druck aus einer ungeplanten Aufnahme. Das Wichtigste passt auf eine überschaubare Liste.

Inhalt

  1. Die Dokumentenmappe
  2. Der Medikamentenplan ist besonders wichtig
  3. Was in die kleine Tasche gehört
  4. Besondere Bedürfnisse aufschreiben
  5. Zu Hause kurz vorsorgen
  6. Bei einer geplanten Aufnahme
  7. Die Liste zweimal im Jahr prüfen
  8. Kurz merken

Ein Krankenhausaufenthalt kommt nicht immer mit Vorlauf. Wer nachts oder nach einem Sturz losmuss, kann selten in Ruhe suchen. Eine vorbereitete Mappe und eine kleine Tasche helfen dann der betroffenen Person, den Angehörigen und dem Klinikpersonal.

Die Tasche muss nicht ständig komplett gepackt im Flur stehen. Wichtiger ist ein fester Ort und eine klare Liste. Persönliche Dinge können bei Bedarf ergänzt werden.

Die Dokumentenmappe

Bewahren Sie Kopien wichtiger Unterlagen zusammen auf. Dazu gehören:

  • aktuelle Medikamentenliste mit Dosis und Einnahmezeit
  • Angaben zu Allergien und Unverträglichkeiten
  • wichtige Diagnosen und frühere Operationen
  • aktuelle Arztbriefe, soweit sie für eine Aufnahme wichtig sein können
  • Kontaktdaten der Hausarztpraxis und naher Angehöriger
  • Krankenversicherungskarte oder Hinweis, wo sie liegt
  • Impfpass, falls für den Anlass nötig
  • Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, wenn vorhanden

Originale wichtiger Verfügungen sollten auffindbar sein. Eine Kopie in der Mappe erleichtert den ersten Überblick. Informieren Sie die bevollmächtigte Person darüber, wo die Unterlagen liegen.

Der Medikamentenplan ist besonders wichtig

Schreiben Sie nicht nur Handelsnamen auf, sondern wenn möglich auch Wirkstoff, Stärke und Einnahmezeit. Frei gekaufte Mittel, Tropfen, Pflaster, Insulin und pflanzliche Präparate gehören dazu.

Nehmen Sie Medikamente nicht während des Klinikaufenthalts eigenständig aus der eigenen Tasche ein. Das Klinikteam muss wissen, was wann genommen wird, damit Doppelgaben und Wechselwirkungen vermieden werden. Bringen Sie bei einer geplanten Aufnahme nur die Mengen oder Originalpackungen mit, die zuvor mit der Klinik abgesprochen wurden.

Was in die kleine Tasche gehört

Praktisch sind bequeme Kleidung, Unterwäsche, rutschfeste geschlossene Hausschuhe, Waschzeug, Zahnprothese samt Behälter, Brille und Hörgerät. Denken Sie bei Hörgeräten an Batterien oder Ladegerät. Auch die Ladekabel für Telefon und andere wichtige Geräte gehören dazu.

Hilfsmittel sollten mit Namen gekennzeichnet sein. Das gilt besonders für Brille, Hörgeräte, Gehstock, Prothesenbehälter und Ladegeräte. Ein kleiner Aufkleber kann Verluste verhindern.

Wertsachen und größere Geldbeträge bleiben besser zu Hause. Für persönliche Bedürfnisse können eine Schlafmaske, Ohrstöpsel, ein Buch oder ein Foto hilfreich sein. Die Tasche sollte leicht genug bleiben, dass sie gut getragen werden kann.

Besondere Bedürfnisse aufschreiben

Manches sieht das Klinikteam nicht sofort. Notieren Sie, wenn Sie schlecht hören, Hilfe beim Sehen brauchen, nur mit einem bestimmten Hilfsmittel sicher gehen oder besondere Unterstützung bei der Verständigung benötigen.

Bei Demenz oder starker Verwirrungsgefahr kann ein kurzes Blatt helfen: bevorzugte Anrede, Gewohnheiten, wichtige Bezugsperson, was beruhigt und was Angst auslöst. Es ersetzt kein Gespräch, gibt dem Team aber Orientierung.

Zu Hause kurz vorsorgen

Bei einer ungeplanten Aufnahme bleiben oft Aufgaben zurück. Wer versorgt das Haustier? Wer hat einen Wohnungsschlüssel? Wer leert den Briefkasten? Eine kleine Kontaktliste verhindert hektische Telefonate.

Auch ein Hinweis auf Pflegedienst, Essen auf Rädern oder regelmäßige Termine kann wichtig sein. Geben Sie Schlüssel nur an Personen, denen Sie vertrauen.

Bei einer geplanten Aufnahme

Die Klinik teilt mit, wann Sie nüchtern sein müssen, welche Medikamente am Aufnahmetag genommen werden und welche Unterlagen benötigt werden. Halten Sie sich an diese individuellen Angaben. Setzen Sie insbesondere Blutverdünner oder Diabetesmedikamente nicht eigenständig ab.

Planen Sie auch die Entlassung: Wer holt Sie ab? Sind Treppen zu bewältigen? Brauchen Sie Medikamente, Hilfsmittel oder Unterstützung für die ersten Tage? Fragen Sie früh nach dem Entlassmanagement.

Die Liste zweimal im Jahr prüfen

Medikamente, Telefonnummern und Diagnosen ändern sich. Prüfen Sie die Mappe zum Beispiel im Januar und Juli oder nach jedem größeren Arzttermin. Entfernen Sie veraltete Listen, damit im Ernstfall nicht zwei widersprüchliche Pläne auftauchen.

Kurz merken

Eine gute Krankenhaustasche enthält nicht möglichst viel. Sie enthält die richtigen Informationen, unverzichtbare Hilfsmittel und einen Plan für das, was zu Hause weiterläuft.

Verlässliche Informationen