Seniorenalltag · Zuhause & Sicherheit Bodengleiche Dusche: sicher rein, sicher raus
Eine bodengleiche Dusche kann den Alltag erleichtern. Vor dem Umbau sollten Platz, Gefälle, Rutschhemmung und Kosten gut geprüft werden.
Inhalt
Eine hohe Duschkante wird im Alter schnell zum Hindernis. Man hebt das Bein, hält sich irgendwo fest und hofft, dass der Fuß sicher landet. Das muss nicht so bleiben.
Eine bodengleiche Dusche kann Sicherheit geben. Aber sie sollte gut geplant werden, damit aus dem Umbau keine neue Stolperfalle wird.
Kurz gesagt
- Bodengleich heißt: möglichst ohne hohe Kante.
- Der Boden muss rutschhemmend sein.
- Wasser braucht ein gutes Gefälle und einen sicheren Ablauf.
- Haltegriffe und Sitz sollten mitgeplant werden.
- Vorher klären, ob Zuschüsse möglich sind.
Was eine gute Dusche braucht
Eine gute Dusche ist nicht nur flach. Sie ist gut nutzbar.
Wichtig sind:
- genug Bewegungsfläche
- rutschhemmender Boden
- gut erreichbare Armatur
- stabiler Haltegriff
- Duschsitz oder Hocker, wenn Stehen schwerfällt
- Ablage in Griffhöhe
- gute Beleuchtung
- Tür oder Spritzschutz, der nicht im Weg steht
Der Einstieg allein löst nicht alles. Das ganze Bad muss zusammen gedacht werden.
Wasser sicher führen
Bei einer bodengleichen Dusche ist der Ablauf besonders wichtig. Das Wasser muss zuverlässig ablaufen und darf nicht ins Bad laufen.
Fragen Sie beim Angebot:
Wie wird das Gefälle gelöst?
Passt der Ablauf zur Wassermenge?
Wie wird verhindert, dass Wasser in den Raum läuft?
Ist der Boden rutschhemmend?
Diese Fragen sind nicht kleinlich. Sie entscheiden darüber, ob die Dusche später wirklich sicher ist.
Sitz und Halt mitplanen
Viele Menschen denken erst an den Duschsitz, wenn sie schon unsicher stehen. Besser ist, ihn früh einzuplanen.
Ein Sitz hilft beim Waschen der Beine, beim Haarewaschen und an schwachen Tagen. Ein Haltegriff hilft beim Drehen, Aufstehen und Abstützen.
Beides sollte zur Körpergröße und zur Bewegung passen. Darum lohnt es sich, die Position vorher mit Klebeband an der Wand zu markieren.
Kosten und Unterstützung
Ein Duschumbau kostet Geld. Manchmal kann es Zuschüsse geben, etwa über Pflegekasse oder andere Förderstellen. Das hängt von der persönlichen Lage ab.
Wichtig ist: Erst informieren, dann beauftragen. Manche Zuschüsse müssen vor Beginn beantragt werden.
Eine Wohnraumberatung kann helfen, den Bedarf zu klären und sinnvolle Lösungen zu finden.
Bei Mietwohnungen
In einer Mietwohnung muss vor einem Umbau die Erlaubnis der Vermietung eingeholt werden. Lassen Sie sich Zusagen schriftlich geben.
Klären Sie auch:
- Wer bezahlt?
- Wer baut zurück, falls nötig?
- Welche Firma darf arbeiten?
- Was passiert bei Schäden?
Checkliste
- Einstieg ohne hohe Kante geplant
- rutschhemmender Boden ausgewählt
- Ablauf und Gefälle geklärt
- Haltegriffe eingeplant
- Sitzmöglichkeit geprüft
- Ablage in Griffhöhe vorgesehen
- Beleuchtung bedacht
- Zuschüsse vor Auftrag geprüft
- bei Mietwohnung schriftlich geklärt
Kurz merken
Eine sichere Dusche ist nicht nur schön flach. Sie gibt Halt, führt Wasser gut ab und passt zu den Menschen, die sie nutzen.


