Seniorenalltag · Miteinander & Lebensfreude

Familiengeschichte in sechs Bildern

So entstehen einfache Erinnerungsbilder mit Kindern und Enkeln. Ohne Druck, ohne Kunstanspruch, aber mit viel Nähe.

Inhalt

  1. Die einfache Idee
  2. Warum das gut funktioniert
  3. So fangt ihr an
  4. Wenn jemand nicht malen möchte
  5. Kleine Fragen, die helfen
  6. Am Ende

Familiengeschichte muss kein dickes Buch sein. Manchmal reichen sechs kleine Bilder und ein paar einfache Sätze.

Das ist besonders schön, wenn Enkel mitmachen. Es geht nicht um Kunst. Es geht um Erinnerungen.

Die einfache Idee

Nimm ein Blatt Papier und teile es in sechs Felder.

In jedes Feld kommt ein kleiner Moment aus dem Leben:

  • das erste Zuhause
  • ein wichtiger Mensch
  • ein lustiger Fehler
  • ein Fest
  • eine schwere Zeit, die geschafft wurde
  • ein Satz, der typisch für die Familie ist

Dazu reicht jeweils ein kurzer Satz. Zum Beispiel: “Opa verpasste den Bus, lernte aber Oma kennen.”

Warum das gut funktioniert

Viele Menschen erzählen leichter, wenn sie ein Bild vor sich haben. Ein Bild nimmt den Druck heraus.

Man muss nicht alles der Reihe nach erzählen. Ein einzelner Moment reicht.

So entstehen Gespräche, die warm sind und nicht wie ein Verhör wirken.

So fangt ihr an

Sucht euch eine ruhige Stunde.

Legt bereit:

  • ein Blatt Papier
  • Stifte
  • ein altes Foto
  • etwas zu trinken

Dann fragt nicht: “Erzähl mal dein ganzes Leben.”

Fragt lieber:

Was war früher ein ganz normaler Tag bei dir?

Oder:

Worüber lachst du heute noch?

Wenn jemand nicht malen möchte

Dann schreibt nur kurze Sätze. Oder die Enkel malen und die Älteren erzählen.

Auch Strichmännchen sind gut. Niemand muss schön zeichnen.

Kleine Fragen, die helfen

  • Wer war immer zu spät?
  • Was gab es sonntags zu essen?
  • Welcher Satz fiel in der Familie immer wieder?
  • Worauf warst du stolz?
  • Was würdest du heute gelassener sehen?

Am Ende

Das Blatt kann an den Kühlschrank, in eine Mappe oder als Foto in den Familienchat.

Wichtig ist nicht das Ergebnis. Wichtig ist: Jemand hat zugehört.