Seniorenalltag · Zuhause & Sicherheit

Wohnung neu denken: Zonen und freie Laufwege

Eine Wohnung wird sicherer, wenn jeder Bereich eine klare Aufgabe hat und die wichtigsten Wege frei bleiben.

Inhalt

  1. Kurz gesagt
  2. Die wichtigsten Zonen
  3. Laufwege prüfen
  4. Lieblingsplatz gut einrichten
  5. Möbel mit neuer Aufgabe
  6. Mit Familie umräumen
  7. Checkliste
  8. Kurz merken

Eine Wohnung wächst über Jahre. Möbel kommen dazu, Dinge bleiben stehen, Wege werden enger. Irgendwann passt der Alltag nicht mehr gut zur Einrichtung.

Dann hilft es, die Wohnung neu zu denken: nicht als Sammlung von Möbeln, sondern als Orte für bestimmte Tätigkeiten.

Kurz gesagt

  • Jeder wichtige Bereich braucht eine klare Aufgabe.
  • Laufwege sollen frei und gut beleuchtet sein.
  • Lieblingsplätze brauchen alles Wichtige in Reichweite.
  • Möbel dürfen nicht nur schön sein, sie müssen den Alltag tragen.
  • Kleine Änderungen reichen oft.

Die wichtigsten Zonen

Typische Zonen sind:

  • Schlafen
  • Waschen
  • Anziehen
  • Essen
  • Lesen
  • Fernsehen
  • Telefonieren
  • Medikamente
  • Ankommen und Jacke ablegen

Wenn Dinge aus einer Zone überall verstreut sind, entsteht Unruhe. Brille, Telefon, Medikamente oder Fernbedienung brauchen feste Plätze.

Laufwege prüfen

Die wichtigsten Wege sind:

  • Bett zum Bad
  • Haustür zum Wohnzimmer
  • Küche zum Esstisch
  • Sofa zum Telefon
  • Weg zum Balkon

Diese Wege sollten breit genug, hell und frei sein. Ein kleiner Tisch, der immer umrundet werden muss, kann mehr stören als man denkt.

Lieblingsplatz gut einrichten

Viele Menschen haben einen Platz, an dem sie täglich sitzen. Dort sollte alles Wichtige erreichbar sein:

  • Telefon
  • Brille
  • Licht
  • Getränk
  • Fernbedienung
  • Taschentücher
  • Notrufknopf, falls vorhanden

Der Platz sollte bequem sein, aber nicht so tief, dass Aufstehen schwer wird.

Möbel mit neuer Aufgabe

Manchmal muss nicht viel weg. Möbel brauchen nur eine bessere Aufgabe.

Ein Hocker kann zur Stolperfalle werden. Ein kleiner Beistelltisch kann dagegen nützlich sein. Ein breiter Sessel kann gemütlich sein, aber nur, wenn man gut herauskommt.

Fragen Sie:

  • Hilft mir dieses Möbel?
  • Steht es im Weg?
  • Nutze ich es wirklich?
  • Macht es Aufstehen oder Gehen schwerer?

Mit Familie umräumen

Wenn Angehörige helfen, sollte vorher klar sein: Es wird nicht einfach alles weggeräumt.

Ein guter Satz:

Bitte helft mir beim Umstellen. Was bleibt und was geht, entscheide ich mit.

So bleibt die Wohnung das eigene Zuhause.

Checkliste

  • wichtige Zonen benannt
  • Laufwege frei
  • Nachtweg besonders geprüft
  • Lieblingsplatz gut ausgestattet
  • Telefon und Licht erreichbar
  • Möbel stören nicht beim Gehen
  • Sitzhöhe geprüft
  • Dinge haben feste Plätze
  • Angehörige helfen ohne zu bestimmen

Kurz merken

Eine gute Wohnung führt durch den Tag, ohne im Weg zu stehen.