Seniorenalltag · Miteinander & Lebensfreude

Freundlich Nein sagen

Harmonie ist schön. Aber wer immer nachgibt, wird müde. So setzt man Grenzen klar und ohne Härte.

Inhalt

  1. Was eine Grenze ist
  2. Warum Grenzen schwerfallen
  3. Freundlich und klar
  4. Nicht zu viel erklären
  5. Wenn jemand beleidigt ist
  6. Kleine Übung
  7. Wichtig

Harmonie ist schön. Aber wenn man immer nur nachgibt, wird man innerlich müde.

Freundliche Grenzen sind kein Streit. Sie sind Selbstschutz.

Was eine Grenze ist

Eine Grenze sagt: Bis hierhin ist es für mich in Ordnung. Danach nicht mehr.

Das kann ganz ruhig klingen.

Zum Beispiel:

Heute schaffe ich keinen Besuch mehr.

Oder:

Darüber möchte ich jetzt nicht sprechen.

Warum Grenzen schwerfallen

Viele Menschen haben gelernt: Sei lieb, mach keine Umstände, halte durch.

Aber immer lieb sein kann krank machen. Man verliert die eigene Ruhe.

Freundlich und klar

Du musst nicht hart werden.

Gut sind kurze Sätze:

  • Nein, heute nicht.
  • Ich brauche eine Pause.
  • Ich melde mich morgen.
  • Das ist mir zu viel.
  • Bitte sprich leiser mit mir.

Je kürzer der Satz, desto leichter bleibt er stehen.

Nicht zu viel erklären

Wer eine Grenze setzt, muss keinen langen Vortrag halten.

Du darfst sagen:

Das passt für mich nicht.

Mehr nicht.

Wenn jemand beleidigt ist

Das kann passieren. Trotzdem darf deine Grenze bleiben.

Sag ruhig:

Ich verstehe, dass du enttäuscht bist. Meine Antwort bleibt trotzdem nein.

Kleine Übung

Such dir eine harmlose Grenze zum Üben.

Zum Beispiel:

  • keinen zweiten Kuchen nehmen
  • einen Anruf später beantworten
  • einen Besuch kürzer halten

So wird das Nein-Sagen vertrauter.

Wichtig

Grenzen sind nicht gegen andere Menschen. Sie sind für deine Kraft.

Wer freundlich Grenzen setzt, bleibt oft länger freundlich.